Das Auspflanzen von Exoten hat viele Vorteile, u.a. kein schweres Kübelschleppen im Herbst und Frühling, das schnellere Wachstum, aber auch die größere Frosttoleranz von ausgesetzten Pflanzen.
Die wichtigsten Schritte bei der Auspflanzung:1. Auswahl der geeigneten Pflanze2. Der richtige Zeitpunkt zum Auspflanzen 3. Auswahl des optimalen Standortes 4. Bodenbeschaffenheit analysieren und verbessern 5. Winterschutz |
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Eine auspflanzbare Palme sollte mindestens 50cm groß sein und schon einen Stammansatz gebildet haben. Je älter eine Pflanze, um so höher ist die Frosttoleranz. Einzige Ausnahme: Sabal minor kann schon als Jungpflanze gesetzt werden.
1.2 Winterharte Bananenstauden
Es können im Frühling (Mai und Juni) Jungpflanzen ab einer Größe von 30cm ins Freie gepflanzt werden. Diese erreichen bei ausreichender Wasser- und Nährstoffversorgung bis zum Winter eine Höhe von 1,5 bis 2 Metern, im zweiten Jahr dann über 3 Meter.
1.3 Yuccas, Agaven und andere Sukkulenten
Viele Sukkulenten (Yucca, Agaven, Kakteen und andere) können in unserem Klima problemlos und ohne viel Aufwand ganzjährig im Freien kultiviert werden. Empfindlicheren Arten genügt meist ein Schutz vor Regen und Schnee (siehe Winterschutz).
Die beste Auspflanzzeit ist im Frühling, sobald es keine Nachtfröste mehr gibt. Die Pflanze hat dadurch ausreichend Zeit, um einzuwurzeln und sich an das Klima zu gewöhnen.
Der Standort ist sehr wichtig, von ihm hängt auch wesentlich die Frosttoleranz einer Palme und auch jeder anderen Pflanze ab. Besonders günstig sind windgeschützte Südhänge, Hauswände oder Innenhöfe für Palmenpflanzungen. Generell sind Gebiete im Weinbauklima geeignet.
Bananenstauden benötigen vollsonnige, windgeschützte Standorte. Je mehr Wärme sie bekommen, desto schneller wachsen sie auch.
Ein wesentlicher Aspekt ist auch die Analyse und Verbesserung der Bodenbeschaffenheit. Die meisten exotischen Pflanzen sind empfindlich auf Staunässe und benötigen eine durchlässigen Boden bzw. eine gute Drainage. Unter feuchten bis nassen Bedingungen widerstehen vor allem Palmen nicht so viel Frost wie unter trockenen Bedingungen.
Sollte der Boden sehr schwer und lehmhaltig sein oder der Grundwasserspiegel sehr hoch sein, dann ist es hilfreich, Hochbeete anzulegen und die Palmen erhöht auszupflanzen um Staunässe zu vermeiden.
Yuccas und andere Sukkulenten bevorzugen B&oouml;den mit hohen mineralischen Anteilen (viel Sand und Steine).
Die Art des Winterschutzes richtet sich nach der Frostverträglichkeit der Pflanzenart. In jedem Fall sollte aber immer folgendes beachtet werden:
- dicke Mulchschicht, da die Wurzeln frostempfindlicher sind als der Stamm. Durch das Mulchen wird das Durchfrieren des Bodens verzögert, und damit der Pflanze die Wasseraufnahme über die Wurzeln so lange wie möglich zu erhalten.
- Einpacken des Stammes z.B. mit Pflanzenvlies, Schilfmatte, Fichtenzweigen, ...Das hilft vor allem bei starkem Wind Erfrierungen vorzubeugen.
- Bei Palmen Zusammenbinden der Blätter, um bei Schneefall ein Abknicken der Blätter zu verhindern. Weiters wird auch bei starker Sonneneinstrahlung und gleichzeitig gefrorenem Boden die Gefahr des Vertrocknens durch übermäßige Wasserverdunstung über die Blätter reduziert.
Weitere Winterschutzmaßnahmen, die allerdings aufwendiger sind, wären die Palmen mit Styroporplatten zu umbauen und eventuell ein Heizkabel oder eine Glühbirne in die Nähe der Palme zu geben.
Wichtig ist auch, bei warmen Tagen im Winter, den Schutz vorübergehend zu entfernen, damit die Pflanzen ausreichend Luft bekommen und abtrocknen können und sich keine Fäulnis bildet.
Die Blätter und die größten Teile der Stämme frieren im Winter ab und die Pflanzen treiben im Frühling aus dem Wurzelstock und Stammresten wieder aus. Meistens bleiben zwischen 20 und 50cm vom Stamm erhalten. In sehr kalten Wintern können diese aber auch vollständig zurückfrieren.
Im Herbst (Ende Oktober/Anfang November) sollte der Wurzelstock mit einer dicken Mulchschicht (mind. 40cm hoch) gut abgedeckt werden. Am besten geeignet sind Stroh, Reisig, oder trockenes Laub. Es ist wichtig, luftdurchlässige Materialien zu verwenden, damit der Wurzelstock nicht zu faulen beginnt.
In sehr feuchten Gebieten (mit viel Niederschlag im Winter oder bei nassem Boden) kann es hilfreich sein, das Mulchmaterial oben mit einer Plane abzudecken, damit es darunter trocken bleibt. Wichtig ist jedoch, dass seitlich offen bleibt, damit ein Luftaustausch möglich ist.
In kälteren Gebieten wird eine dickere Mulchschicht notwendig.
Abdecken des Bodens rund um die Pflanze mit Reisig, Häckselmaterial, ...
Bei feuchtigkeitsempfindlicheren Arten sollte im Winter ein Nässeschutz angebracht werden: Dies kann relativ einfach durch Abdecken mit einer Glas- oder Kunsttoffplatte erfolgen. Wichtig hierbei ist, dass seitlich offen bleibt, damit genügend Luft zur Pflanze gelangt und diese nicht zu faulen beginnt.